Leitungswasser

Ein Plädoyer für Leitungswasser

Heute geht es um das, was wir jeden Tag literweise benötigen: Wasser. Wasser ist dabei nicht gleich Wasser. Manche schwören auf kohlensäurehaltiges, manche ohne. Andere wiederum sind sich sicher, dass Wasser aus den japanischen Bergen das beste für sie ist. Lena und ich haben uns eindeutig für ein Wasser entschieden: Leitungswasser.

Leitungswasser hat einige sehr wichtige Vorteile: zum einen ist es mit Abstand am günstigsten. Laut Statistischem Bundesamt kostet Leitungswasser im Durchschnitt 1,69 € – pro 1000 Liter! Das sind pro Liter weniger als 1ct. Verglichen mit den Eigenmarken der Supermärkte, die das Wasser für 12 ct pro Liter verkaufen, sind die Kosten für Leitungswasser marginal.

Neben dem Preis hat Leitungswasser zudem den unschlagbaren Vorteil, dass es immer zu Hause verfügbar ist und man nicht daran denken muss, noch Wasser im Supermarkt einzukaufen geschweige denn kiloweise Wasser nach Hause schleppen zu müssen. Zudem kommen diese Mineralwasser meist nicht direkt aus der Region, sondern werden oft aus anderen Ländern importiert.

Und hier sind wir bei der CO2– Bilanz von Wasser angelangt. Da Mineralwasser immer direkt an der Quelle abgezapft werden muss, hat es oft einen weiten Transportweg hinter sich. Eine Studie aus der Schweiz belegt, dass Mineralwasser eine „450-mal höhere Umweltbelastung [hat] als das Hahnenwasser“. Die Studie umfasst den Weg von der Zapfung bis zum Konsum im Haushalt (beachtet allerdings nicht nicht Verpackung und deren Wegwerfen bzw. Recycling). Mineralwasser hat also eine schlechtere Klimabilanz und man bekommt oft nicht einmal gute Qualität geliefert.

Viele Menschen sind sich jedoch sicher, dass Mineralwasser eine bessere Qualität hat und haben Sorge, dass Leitungswasser nicht gesund ist beziehungsweise nicht genügend Nährstoffe enthält. Nach kurzer Recherche im Internet kann auch dieses Argument aus dem Weg geräumt werden. Als Beispiel nehmen wir Kiel, die Stadt in der wir leben. Das Leitungswasser hat hier eine sehr gute Qualität. Ein Test des NDR fand 2013 heraus, dass das Wasser nicht mit Keimen belastet ist und bei sechs getesteten Wassern beim Nährstoffgehalt auf Platz drei liegt. Vittel von Nestlé war schwer, Volvic von Danone leicht mit Keimen belastet. Beide Wasser enthielten zudem weniger Mineralstoffe.

Doch es ist nicht nur das Wasser an sich, das betrachtet werden sollte, sondern auch, aus was es getrunken wird. Die meisten Mineralwasser aus dem Supermarkt werden in Plastikflaschen abgefüllt. Diese Flaschen haben zwar den großen Vorteil, dass sie nicht kaputt gehen können, sie haben allerdings eine besonders schlechte Umweltbilanz, insbesondere wenn es sich um Einwegflaschen handelt. Der Unterschied zwischen Glas- und Plastikflaschen ist hier nicht so wichtig. Entscheidend ist die Wiederverwertbarkeit und hier spielt Glas seine Vorteile aus. Während Flaschen aus Glas bis zu 50 Mal wiederbefüllt werden können, sind es bei einer PET-Mehrwegflasche nur 25 Mal. „Bei den üblichen Recycling-Verfahren werden PET-Einwegflaschen gesammelt, gewaschen, geschreddert und anschließend eingeschmolzen.“, wie Bayern 1 hier berichtet. Dabei ist „fast die Hälfte de Granulats aus zurückgenommenen PET-Flaschen (…) nicht mehr zur Herstellung neuer Flaschen geeignet.“ Eine Übersicht über die verschiedenen umweltfreundlichen Flaschenarten findet ihr in diesem Beitrag von uns hier.

Wie ihr seht, hat das Trinken von Hahnenwasser meiner Meinung nach nur Vorteile. Wer auf die Kohlensäure im Wasser nicht verzichten möchte, kann auf einen Wassersprudler zurückgreifen. Der kostet zwar etwas Geld, aber nach einiger Zeit hat man das auch wieder drin.

Was sind eure Erfahrungen zum Thema Wasser? Wie habt ihr euch zwischen Mineral- und Leitungswasser entschieden?

Bis zum nächsten Artikel!

Euer Philipp

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Philipp

philipp@einfachleben.blog

2 Gedanken zu „Ein Plädoyer für Leitungswasser

  1. Anonymous sagt:

    Super Artikel. Dass gekauftes Wasser oft schlechter ist, war mir allerdings neu. Man lernt eben nie aus.
    Macht weiter so!
    Liebe Grüße,
    Ein Leitungswasser-Fan

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