MIKROPLASTIK – so klein und so gefährlich

Heute möchte ich euch gerne etwas über Mikroplastik erzählen. Ich hatte immer wieder schon mal davon gehört, aber als ich für diesen Beitrag nochmals recherchiert habe, war ich erschrocken, was für ein großes Problem Mikroplastik ist! Und ich habe mir deshalb fest vorgenommen, Produkte mit Mikroplastik aus unserem Haushalt zu entfernen und zu ersetzten. Aber von vorne – zunächst nochmal einen kurzen Überblick darüber, was Mikroplastik ist und welche Problematik dahintersteckt.

WAS IST MIKROPLASTIK?

Mikroplastik sind winzig kleine Plastik-Partikel, die nicht größer als 5 Millimeter sind. Es entsteht zum einen, wenn größere Kunststoffteile wie z.B. Plastiktüten zerfallen (man nennt dies auch sekundäres Mikroplastik), zum anderen wird es jedoch auch industriell hergestellt (primäres Mikroplastik), um es in vielen Kosmetikprodukten zu verwenden. Bei diesen synthetischen Polymeren handelt es sich meist um Schleif- und Scheuerpartikel, die für eine bessere Reinigung sorgen sollen. Und ich war erschrocken, in wie vielen Kosmetikprodukten Mikroplastik ist! Zahnpasta, Wimperntusche, Bodylotion, Peeling – alles dabei.

WAS IST DAS PROBLEM MIT MIKROPLASTIK?

Plastik ist ein großes Problem für die Umwelt, da es nicht biologisch abgebaut werden kann. Allein von dem Plastikmüll im Meer sind laut BUND mehr als 663 Tierarten betroffen und es sterben jedes Jahr eine Million Vögel und 100.000 Meeressäuger daran. Und weil die Kläranlagen die teils mikroskopisch kleinen Partikel nicht vollständig herausfiltern können, gelangen kaum abschätzbare Mengen in die Umwelt – in die Meere, auf die Felder, in die Luft. Und da bleibt das Plastik dann hunderte von Jahren. Das Mikroplastik im Meer ist ein besonders großes Problem, denn an dem Mikroplastik lagern sich hochgiftige Schadstoffe wie Pestizide an. Je kleiner das Mikroplastik, desto wahrscheinlicher ist es, dass Muscheln, Würmer und Schnecken es mit Nahrung verwechseln und so nehmen sie mit dem Plastik auch Schadstoffe auf. Laut Studien kann das Gewebeveränderungen und Entzündungsreaktionen hervorrufen, bis hin zu inneren Verletzungen und Todesfällen. Auch kann das Mikroplastik entlang der Nahrungskette weitergegeben werden, bis es schließlich auch uns Menschen erreicht. Welche Schäden Mikroplastik beim Menschen hervorrufen kann, wurde bisher nicht erforscht. Aber Forscher stellten Mikroplastik schon in einigen Lebensmitteln wie Bier, Honig (es gelangte wohl über die Luft in die Blüten und wurde dort aufgenommen) und Mineralwasser fest. Daher rät auch das Umweltbundesamt, Produkte ohne Mikroplastik zu kaufen.

IN WELCHEN PRODUKTEN IST MIKROPLASTIK?

Wie bereits erwähnt ist Mikroplastik in erschreckend vielen Produkten! Besonders häufig in Peelings (in jedem 3.), Duschgels (in jedem 4.), Make-up (jedes 10. Produkt), Sonnencreme (in jeder 3.),… also in wirklich vielen Produkten, in denen man es auch gar nicht erwartet hätte. Der BUND hat einen Einkaufsratgeber herausgebracht, in dem aufgelistet ist, in welchen Produkten Mikroplastik drin ist. Wir fanden in dieser Liste unter anderem auch Produkte von HiPP, was uns sehr überraschte. Auf unsere Nachfrage bekamen wir eine sehr ausführliche Mail, in der HiPP erklärt, dass in ihren Produkten keine Mikrokunststoff-Partikel (welche sie auch kritisieren) sind, sondern gelöste Hilfsstoffe, sog. Polymere, welchen bisher kein Zusammenhang mit Umweltproblemen nachgewiesen wurde. Das Problem sei, dass sich der BUND nur an den chemischen Bezeichnungen der Inhaltsstoffe orientiere und nicht, in welcher Form die Stoffe in den Produkten vorhanden sind. Das nur als kleine Ergänzung.

ALTERNATIVEN?

Es gibt verschiedene Seiten, die Produkte mit Mikroplastik und Alternativen für diese auflisten wie z.B. Utopia. Oder man nutzt eben den schon genannten Einkaufsratgeber des BUND. Aber auch die Produkte ohne Mikroplastik haben meist dennoch eine Plastikverpackung, welche ich auch gerne vermeiden würde. Daher habe ich mich dazu entschlossen, möglichst viele Kosmetikprodukte durch selbstgemachte oder unverpackte zu ersetzen. Unter dem Titel „natürlich schön“ möchte ich euch die nächsten Wochen gerne von meinen Rezepten und Erfahrungen berichten. Um so zum einen böses Mikroplastik und andere Zusatzstoffe, die nichts an unserer Haut und in unserer Umwelt zu suchen haben zu vermeiden und zum anderen wieder einen Haufen Verpackungsmüll zu sparen. Mein erster Versuch die nächsten Tage: Peeling selbst machen. Ich fange also mit den leichten Sachen an. 😉 Sobald ich Zeit dafür finde, werde ich euch davon berichten!

Habt ihr schon Erfahrungen darin gemacht Kosmetikprodukte wie Bodylotion, etc. selbst herzustellen?

Bis bald,

eure Lena

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Lena

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