Rezept für Löwenzahnhonig

Vor einigen Tagen entdeckten Philipp und ich ein Foto von einem Glas Löwenzahnhonig und wir waren sofort begeistert von der Idee. Also habe wir das (erstaunlich) gute Wetter letztes Wochenende ausgenutzt, um Löwenzahnblüten zu sammeln. Das war gar nicht so einfach als man denkt, denn entweder ist der Löwenzahn direkt neben einer Straße  gewachsen und wir waren nicht sehr erpicht auf Feinstaub in unserem Honig oder aber am Rand von Spazierwegen, wo bekannterweise sehr viele Hunde ihr Beinchen heben… Doch in unserem Schrebergarten wurden wir schließlich fündig!

Wir starteten unseren ersten Versuch mit nur einem Teil der Blüten und das war auch gut so, denn es ging bei uns am Anfang manches schief. Bei unserem zweiten Versuch machten wir dann einiges anders und das Ergebnis: drei Gläser mit leckerem Löwenzahnhonig. Hier das Rezept:

Zubereitungszeit: ca. 40 Min, Ruhezeit: 8h, Kochzeit: 5 Min

Zutaten

(für ca. 3 Gläser Honig)

  • 100 g Löwenzahnblütenblätter
  • 300ml Wasser
  • 300g Zucker
  • eine halbe Bio-Zitrone
Und so wirds gemacht:
  1. Als erstes werden natürlich Löwenzahnblüten gesammelt (dabei darauf achten, dass ihr nicht direkt an Straßen oder Hundwegen sammelt 😉 ). Wie viele Blüten ihr sammeln müsst, ist schwer zu beschreiben, wir hatten schon eine ziemlich große Tüte voll Blüten am Ende. Und geht am besten an einem schönen Tag sammeln, wenn die Blüten schön geöffnet sind.
  2. Wieder daheim müsst ihr schließlich die Blütenblätter abzupfen – eine etwas mühsame Arbeit, aber eigentlich auch ganz lustig. Wichtig ist, dass ihr möglichst nur das Gelbe für den Honig verwendet. Das Ergebnis sollte schließlich so aussehen:
  3. Nun die Blüten in einem Topf mit dem Wasser 15 Minuten köcheln lassen.
  4. Anschließend den Saft der Zitronen hinzugeben und das Ganze über Nacht stehen lassen. Ihr könnt auch den Rest der Zitrone noch dazulegen.
  5. Am nächsten Tag die Masse durch ein Sieb geben und auch die Reste noch einmal gut auspressen, dass möglichst die ganze Flüssigkeit draußen ist.
  6. Beim letzten Schritt die Flüssigkeit gemeinsam mit dem Zucker unter ständigem Rühren aufkochen lassen und schließlich in kleine, heiß ausgespülte Gläser füllen. Nicht wundern, wenn die Masse noch sehr flüssig ist, sie wird dann beim Abkühlen honigähnlich.

Und schon habt ihr drei Gläser leckeren Honig. Es klingt nicht schwer, trotzdem ist es gar nicht so einfach dem Honig die richtige Konstistenz zu geben – deshalb hier noch zwei Tipps für den Notfall:

Tipp 1: Falls der Honig zu fest ist

Bei unserem erste Versuch, ließen wir die Masse nicht über Nacht ziehen, sondern gaben gleich den Zucker dazu und haben die Masse auch viel zu spät durch ein Sieb gedrückt. Außerdem war unser Honig am Ende viel zu zäh und erinnerte eher an Bonbonmasse, die man sich nicht aufs Brot schmieren konnte, aber keine Sorge, man kann den Honig retten:

Einfach das Glas in ein heißes Wasserbad stellen, nach einigen Minuten ist der Honig wieder flüssig und man kann ihn in einen Topf schütten (Vorsicht, ist sehr heiß – nicht verbrennen!). Nun einfach nochmal mit etwas Wasser aufkochen lassen und zurück ins Glas.

TIPP 2: Falls der Honig zu flüssig ist

Dieses Problem hatten wir nicht und ich denke auch nicht, dass das mit den vorgegeben Mengen passieren kann, doch sollte er dennoch zu flüssig sein, die Masse einfach nochmal in den Topf geben und aufkochen lassen, bis genug Wasser verdampft ist.

Und das wars dann auch schon – noch eine Scheibe selbstgebackenes Toastbrot dazu und man hat das perfekte Honigbrot. Auf dem Brot sieht er tatsächlich aus wie ein ganz normaler Honig und schmeckt auch sehr ähnlich. Dieses Rezept ist die perfekte Alternative für  vegane Honigfans, aber auch für alle anderen Schleckermäuler, die gerne mal was anderes ausprobieren. Wirklich gesünder als normaler Honig ist der Löwenzahnhonig mit dem ganzen Zucker nicht, aber dafür sehr lecker und man hat eine weitere Möglichkeit, Wildkräuter zu vewerten. Zwar wird eure Küche danach etwas kleben, doch kurz in Wasser eingeweicht, lässt sich der Zucker problemlos entfernen. Ich bin gespannt zu erfahren wie es bei euch geklappt hat oder ob ihr noch Verbersserungsvorschläge habt?!

Ansonsten viel Spaß beim Blumensammeln!

Eure Lena

Merken

Merken

The following two tabs change content below.

Lena

lena@einfachleben.blog

Ein Gedanke zu „Rezept für Löwenzahnhonig

  1. herbstzauber sagt:

    Hallo Lena,
    Ich hatte letztes Jahr Löwenzahnhonig bzw. -sirup gemacht. Das Herstellen war kein Problem, nur, wie Du schon berichtet hattest, war das Auslösen der Blütenblätter zielmich langwierig. Aber das Sirupkochen ging dann einfach und ich war mit dem Resultat sehr zufrieden. Ich verwende ihn gerne zu meinem Frühstücksporridge oder als Zuckerersatz in Salatdressings. Für diesen Mai habe ich auch einen Blogbeitrag über Löwenzahn geplant. 🙂
    Ein schönes Wochenende,
    Helga

Du möchtest deinen Senf dazu geben?