Sauerteig selbst gemacht

In unserem Artikel Selbst gebackenes Brot  haben wir euch ja schon gezeigt, wie ihr euer Brot einfach selbst machen könnt. Das Rezept beinhaltet auch Sauerteig. Bevor wir uns darüber selbst informiert haben, dachten wir, dass das ein Ding der Unmöglichkeit ist. Sauerteig selbst machen? Aber: Nichts einfacher als das! Alles was ihr dafür braucht, seht ihr auf dem Foto: Wasser und Mehl (wir benutzen Dinkelmehl) und vier Tage Zeit.

Tag 1: Zu Beginn mischt man 100g Dinkelmehl mit 100g Wasser – verrührt es gut und stellt es 24h an einen warmen Ort (beispielsweise ins Wohnzimmer in der Nähe der Heizung). Mehr muss nicht rein, denn durch Milchsäurebakterien in der Luft verwandelt sich dieses einfache Gemisch innerhalb von wenigen Tagen ganz von allein in Sauerteig.

An Tag 2 ergänzt man diesen Ansatz erneut durch 100g Wasser und 100g Dinkelmehl, mischt alles gut und zurück geht’s an den warmen Ort.

An Tag 3 mischt man nochmals 200g Dinkelmehl und 200g Wasser dazu und lässt es wieder einen ganzen Tag ruhen. Inzwischen solltet ihr schon den typisch sauren Geruch erschnuppern können.

An Tag 4 ist der Sauerteig fertig und man hat 800g Sauerteig, den man jetzt munter weiterverarbeiten kann. Ein Foto erspare ich euch an dieser Stelle, denn es gibt mit Sicherheit schöneres als einen fertigen Sauerteig. Doch er gibt dem Brot diesen typischen würzigen-säuerlichen Geschmack.

Ist der Sauerteig fertig, lässt er sich super im Kühlschrank aufbewahren. Wer ihn nur ganz selten braucht, kann ihn sogar einfrieren. Und noch einen Vorteil hat der Sauerteig: hat man erstmal einen angesetzt, ist es sehr leicht, diesen zu vermehren. Man ergänzt den bereits fertigen Sauerteig mit Wasser und der gleichen Menge Dinkelmehl, wartet 24h und fertig. Nach ein bis zwei Wochen sollte er jedoch aufgebraucht und komplett neu angesetzt werden, denn auch ein Sauerteig kann irgendwann schlecht werden.

Ihr seht – nichts leichter als das! Habt ihr dennoch Fragen oder Tipps? Dann kommentiert gerne!

Macht’s gut,
eure Lena

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Lena

lena@einfachleben.blog

2 Gedanken zu „Sauerteig selbst gemacht

  1. Dominik Reiner sagt:

    Was ist, wenn man keinen warmen Ort hat? Dauert es dann einfach nur länger?
    Und ist es wichtig welche Sorte Mehl man verwendet? Du hast einmal von Dinkel- und einmal von Roggenmehl geschrieben

    • Lena sagt:

      Sauerteig entsteht ja durch die Bildung von Milchsäurebakterien, ideal ist eine Temperatur von 25-30°C – diese erreichen wir in unserer Wohnung jedoch auch nicht. Ich denke aber, dass sich diese Milchsäurebakterien nicht vermehren, wenn die Raumtemperatur zu niedrig ist. Du kannst es ja aber einfach mal bei dir daheim probieren und dann berichten – du merkst ja, ob dein Teigansatz nach zwei/drei Tagen anfängt sauer zu riechen oder nicht. Noch wegen der Mehlsorte (korrigiere das gleich im Artikel, dass ich da zwei verschiedene Sorten genannt habe), prinzipiell ist es egal welche Sorte du für den Sauerteig verwendest. Besonders gut eignen sich Dinkel, Roggen und Weizenmehl. Jedoch hat der Sauerteig bei der Verwendung von Roggenmehl eine besondere Bedeutung, da dort die Zuführung von Säure erforderlich ist, damit das Brot nicht flach bleibt.
      Hui – das war jetzt eine lange Antwort, ich hoffe sie hilft dir weiter. 😉 Viel Erfolg!

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