Seitansteaks selbst gemacht

Inzwischen sind wir bei unseren veganen Burgerpatties sehr routiniert und sie schmecken von Mal zu Mal besser. Zeit für eine neue Herausforderung, um mehr Abwechslung auf den Grill zu bekommen. Dieses Mal probieren wir Seitansteaks aus. Im Supermarkt sind sie recht teuer und natürlich in Plastik verpackt, weshalb wir uns im Internet schlau gemacht haben, wie man sie selbst machen kann.

Seitan besteht im Grunde nur aus Weizenmehl und Wasser. Leider braucht es, im Gegensatz zu unseren Burgerpatties, etwas mehr Vorbereitungszeit. Aber der Reihe nach.

Zutaten (für zwei Steaks)

Für den Teig:
500g Weizenmehl
300ml Wasser

Für den Sud:
1 Zwiebel
mind. 2 Knoblauchzehen
1L Gemüsebrühe
Grillsoße
Gewürze

So wird’s gemacht

Zuerst werden Mehl und Wasser in einer Schüssel zu einem Teig geknetet. Dieser wird dann gänzlich mit lauwarmem Wasser bedeckt und für 30 min ruhen gelassen.

Da der pure Seitan fad schmecken würde, machen wir während der Teig geht, einen Sud, der dem Steak seinen Geschmack verleihen wird. Wichtig ist hierbei, dass mit mehr Gewürzen kalkuliert werden muss als sonst, da der Seitan sonst nicht den ganzen Geschmack des Sudes annimmt.

Für den Sud braten wir in einem Topf die Zwiebel und Knoblauchzehen an und übergießen sie mit der Gemüsebrühe. Ich habe dann noch einen kräftigen Löffel einer Grillsoße hinzugegeben, um den typischen Barbecue-Geschmack in den Seitan zu bekommen. Generell könnt ihr an Gewürzen rein machen was ihr möchtet und was euch schmeckt. Ich habe zusätzlich noch etwas Curry und Chilipulver für die Schärfe verwendet. Den Sud dann kurz aufkochen und stehen lassen.

In der Zwischenzeit ist das Wasser im Teig milchig geworden. Jetzt wird der Teig noch einmal schön durchgeknetet, bevor wir das Wasser abschütten und neues  zum Teig hinzugeben. Der Teig wird nun wieder gut durchgeknetet und das Wasser abgeschüttet. Dieser Vorgang wird so lange wiederholt, bis das Wasser nur noch ganz leicht milchig ist und wir eine gummiartige Masse in der Hand haben (es schmeckt am Ende nicht so wie es sich jetzt anfühlt 😉 )

Aber was waschen wir da aus dem Teig eigentlich aus? Im Endeffekt bleibt das reine Gluten übrig, die im Mehl enthaltene Stärke wird durch das Kneten im Wasser vom Gluten getrennt. Es lohnt sich deshalb auch nicht, Vollkornmehl zu verwenden, da der Effekt derselbe ist.

Sobald wir also den Seitan fertig haben, geben wir ihn in den Sud, kochen ihn für 5-10 Minuten auf und lassen das Ganze dann für 30 Minuten stehen. Fertig ist der Seitan! Den Sud kann man dann übrigens noch für eine Gemüsebrühe weiterverwenden.

Zusätzlich mit etwas Pfeffer gewürzt, wird der Seitan dann auf dem Grill gebraten.

Leider geht die Herstellung nicht ganz so schnell und verbraucht auch sehr viel Wasser, ich finde aber, dass sich der Aufwand lohnt! Auf dem Beitragsbild sieht unser Seitansteak zwar noch etwas aus wie eine Frikadelle aber daran arbeiten wir 😉

Viel Spaß beim Ausprobieren,

euer Philipp

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Philipp

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