Serie: Natürlich schön – Bodylotion

Ich habe leider von Natur aus eine ziemlich trockene Haut, das bedeutet, ich muss mich fast täglich mit Bodylotion eincremen, sonst wird meine Haut schuppig. Zusätzlich ist meine Haut recht empfindlich, das heißt ich achte immer auf hochwertige Cremes. Finanziell läppert sich das ganz schön, außerdem findet man kaum eine Bodylotion, die nicht in einer Plastikverpackung ist (ich zumindest hatte bisher nur Plastikverpackungen).

Daher probierten Philipp und ich vor zwei Wochen das erste Mal aus, Bodylotion selbst zu machen. Man findet dazu im Internet zahllose Rezepte, teilweise auch recht aufwendige. Da wir nicht so viele extra Sachen kaufen wollten, entschieden wir uns für ein ganz schlichtes mit Kokosöl, Olivenöl und Sheabutter, da sich Sheabutter aufgrund ihrer Inhaltsstoffe besonders für die Pflege von trockener Haut eignet. Weiter unten habe ich euch die pflegende Wirkung und weitere Infos zu Sheabutter nochmals genauer beschrieben. 🙂 Nun aber erstmal das Rezept.

Ihr benötigt:

  • 35g Kokosöl
  • 35g Sheabutter
  • 25g Olivenöl, Sesamöl oder Mandelöl
  • Optional: ca. 10 Tropfen ätherisches Öl (Wir verzichten darauf, da die Lotion auch so sehr gut riecht)

Und so funktionierts:

  • Zunächst solltet ihr darauf achten, dass eure Gefäße und das Besteck desinfiziert ist. Wir haben einfach alles mit kochendem Wasser übergossen.
  • Dann bringt ihr das Kokosöl und die Sheabutter in einem Wasserbad zum schmelzen
  • Anschließend gebt ihr das Öl dazu und rührt um, bis alles gut durchmischt ist. (Optional könnt ihr dann noch das ätherische Öl hinzufügen).
  • Das Ganze füllt ihr dann in ein Glas oder ähnliches, in welchem ihr die Creme aufbewahren wollt. Und raus damit vor die Tür (im Sommer in den Kühlschrank) zum fest werden.
  • Ist die Masse feste, könnt ihr sie noch einmal durchmixen, damit sie schön cremig ist. Unsere Creme hatte jedoch auch ohne mixen schon die perfekte Konsistenz

Und das war‘s dann auch schon. Die Bodylotion sollte auf jeden Fall um die vier Wochen halten, im Kühlschrank noch länger, aber irgendwann wird sie ranzig. Da mein Verbrauch recht hoch ist, muss die Bodylotion bei mir nicht lange haltbar sein. Falls ihr nicht so viel braucht, könnt ihr ja auch einfach weniger machen, die hier beschriebenen Mengenangaben ergeben aber auch keine allzu große Menge.

Damit eure Creme auch alle Inhaltsstoffe beinhaltet, ist es wichtig, dass ihr Bio-Produkte und am besten unraffinierte Sheabutter nutzt. Wir haben leider keine Sheabutter im Bioladen gefunden, deshalb musste wir diese im Internet bestellen, dort gibt es aber viele Anbieter. Nun noch ein paar Infos zur Sheabutter:  Sheabutter wird aus den Früchten des Karité-Baumes hergestellt, dieser wächst hauptsächlich in Afrika in der Sudanzone. Sheabutter wurde dort schon Jahrhunderte als Creme verwendet, um die Haut vor Wind und Wetter zu schützen. Sheabutter kann aufgrund ihres süßlichen, schokoladenartigen Duftes allerdings auch als Ersatz von Kakaobutter bei der Schokoladenherstellung verwendet werden. Im unraffinierten Zustand hält Sheabutter mehrere Jahre (sie lässt sich also auch daheim gut lagern). Das besondere an Sheabutter sind die wertvollen Inhaltsstoffe (im Internet gibt es dazu sehr viele Artikel, für alle, die sich noch weiter informieren wollen). Einer der Inhaltsstoffe ist Allantonin, welches entzündungshemmende Wirkung hat (weshalb sich der Einsatz von Sheabutter auch bei Neurodermitis empfiehlt). Insgesamt wirken die Substanzen der Sheabutter sehr pflegend und sie kann sehr gut bei trockener Haut eingesetzt werden, da sie die Haut elastischer und geschmeidiger machen. Sie soll wohl auch bei Narben und Sonnenbrand helfen.

Meine Haut fühlt sich auf alle Fälle schön weich an und sie riecht gut. Ich bin ganz begeistert, denn das bedeutet für uns eine Plastikflasche weniger im Bad. Habt ihr auch schon einmal Bodylotion selbst gemacht oder noch ein anderes Rezept? Wir sind offen für eure Vorschläge. 😉

Bis bald,
eure Lena

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Lena

lena@einfachleben.blog

2 Gedanken zu „Serie: Natürlich schön – Bodylotion

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