Serie: Natürlich schön – Zahnpasta und Bambuszahnbürste

In meinem heutigen Artikel geht es um das Thema Zahnpflege. Philipp und ich versuchen ja unseren Haushalt möglichst müllfrei zu gestalten und viel Gekauftes durch Selbstgemachtes zu ersetzen, mit dem Ziel Müll, Plastik bzw. Mikroplastik, aber auch unnötige Chemie zu vermeiden. Das klappt teilweise super, wie beispielsweise bei selbstgemachten Peelings, aber manchmal ist es auch etwas komplizierter – so haben wir beispielsweise noch keine müllfrei(ere) Zahnseide gefunden. Habt ihr da vielleicht schon etwas entdeckt? Zahnpasta selbst zu machen ist dagegen wieder super einfach und auch zur Plastikzahnbürste gibt es inzwischen eine Alternative.

Deshalb möchte ich euch heute gerne Bambuszahnbürsten vorstellen (ihr seht sie auf dem Foto) und zum anderen zeigen, wie man Zahnpasta selbst machen kann. Beides hilft einem, im Bad Plastik zu vermeiden. Doch zuvor noch ein paar Worte zur selbstgemachten Zahnpasta. Zwar kann man diese super leicht selbst machen, allerdings enthält unsere selbstgemachte Zahnpasta kein Fluorid. Seit einiger Zeit gibt es Diskussionen um Fluorid. So schützt es einerseits die Zähne vor Karies, kann in großen Mengen jedoch giftig wirken und den Zahnschmelz zerstören. Deshalb bieten inzwischen immer mehr Hersteller Zahnpasta ohne Fluorid an. Wenn ihr die Diskussion gerne verfolgen wollt findet ihr hier einen Artikel, der sich gegen Fluorid ausspricht und hier einen Artikel der sich für Fluorid ausspricht.

Zahnpasta

Ihr müsst selbst entscheiden, ob euch Fluorid wichtig ist  oder nicht. Dennoch würde ich gerne erklären, wie man Zahnpasta selbst machen kann – für alle, die sich dafür entscheiden, diese zu nutzen. Denn wie man Zahnpasta selbst macht, ist super schnell erklärt, alles was man dazu braucht sind:

  • 2 TL Kokosöl
  • 1 TL feines Natronpulver
  • 0,5 TL Kurkuma
  • Ein paar Tropfen Pfefferminzöl (optional für den besseren Geschmack)

Und so geht’s:

Man füllt 2 TL Kokosöl in ein kleines Gefäß (mit Deckel) und stellt es auf die Heizung oder in die Sonne, bis das Kokosöl warm und flüssig wird. Anschließend mischt man 1TL Natron dazu und ein paar Tropfen Pfefferminzöl (lieber weniger zu Beginn, das Pfefferminzöl schmeckt heftiger als erwartet), das sorgt für das Frischegefühl – alles gut verrühren und fertig. Am besten ihr benutzt einen kleinen Löffel, um die Zahnpasta auf die Zahnbürste zu machen – das finde ich persönlich hygienischer, als immer mit der Zahnbürste in das Gefäß zu gehen. Das Kokosöl wirkt dabei antibakteriell und sorgt für den Reinigungs-Kick beim Schrubben. Das Natron besitzt alkalische Eigenschaften, schafft einen angenehmen pH -Wert im Mund und kann Säure neutralisieren. Kurkuma besitzt antioxidative Eigenschaften (zellschützend),  wirkt entzündungshemmend, entgiftend und ist auch antibakteriell. Außerdem sorgen Natron und Kurkuma für schön weiße Zähne.

Bambuszahnbürste

Nun zur 100% biologisch abbaubaren Bambuszahnbürste. Mit einer Bambus-Zahnbürste kann man auch ein wenig zur Plastikvermeidung beitragen. Bambus vereint mehrere Vorteile in sich: er wächst sehr schnell nach und kommt aufgrund seiner antibakteriellen Eigenschaften beim Anbau ohne Pestizide und Dünger aus. Außerdem bindet er während seines Wachstums deutlich mehr CO2 als Bäume, was sich zusätzlich positiv auf das natürliche Ökosystem auswirkt. Der Nachteil: das Bambus für die Zahbürsten wird meist in Asien, in jedem Fall nicht in Europa angebaut, hat daher einen weiten Weg hinter sich.  Die Borsten dieser Bambuszahnbürste sind aus Nylon 4, das ist ein Bio-Kunststoff, der komplett biologisch abbaubar ist. (EDIT: Der Kopf der Hydrophil-Bürste auf dem Artikelbild ist leider nicht biologisch abbaubar. Danke  für den Hinweis einer Leserin!). Wichtig ist nur, dass ihr die Bambus-Zahnbürste offen und trocken lagert (nicht im nassen Zahnputzbecher), dann halten sie auch in etwa so lange wie eine normale Plastikzahnbürste. Die Bambuszahnbürsten werden inzwischen von einigen verschiedenen Marken angeboten. Wir haben unsere im Unverpacktladen gekauft, man kann sie jedoch auch einfach im Internet bestellen. Mein Fazit: Die Bambuszahnbürste fühlt sich gut an – doch verzichte ich ungern auf meine elektronische Zahnbürste. Daher fungiert meine Bambuszahnbürste bisher nur als Reisezahnbürste.

Wie schon gesagt muss jeder selbst entscheiden, ob man auf diese Produkte umsteigen will. Wir haben einige Zeit die selbstgemachte Zahnpasta genutzt, sind uns jedoch unsicher wegen dem Fluorid und benutzen daher aktuell auch wieder gekaufte. Als Alternative gibt es auch noch Zahnpasta in fester Form, die man bei Lush oder auch in Unverpacktläden bekommt. Das wäre vielleicht nochmal eine müllfreie Alternative zur herkömmlichen Zahnpasta. Jedoch habe ich da noch keine Erfahrung, vielleicht kommt zu diesen Optionen ja bald noch eine Ergänzung. 😉 Habt ihr schon Erfahrungen mit selbstgemachter Zahnpasta gemacht? Oder mit den genannten festen Zahncremes?

Bis bald,

eure Lena

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Lena

lena@einfachleben.blog

5 Gedanken zu „Serie: Natürlich schön – Zahnpasta und Bambuszahnbürste

  1. Annett sagt:

    Ich putze meine Zähne abends mit reinem Xylitol. Gibt es mittlerweile auch bei dm zu kaufen. Ist gewöhnungsbedürftig süß zu putzen mit praktisch der eigenen Spucke aber es hat meine Zeiten und Kosten bei der professionellen Zahnreinigung halbiert. Einfach einen halben Teelöffel Xylitol im Mund auflösen lassen und dann putzen. Die Zähne sind hinterher glatter und werden weißer. Xylitol nehme ich auch nach Mahlzeiten 3x am Tag einen halben TL. Man kann es nach 3 Minuten im Mund ausspucken oder runterschlucken.
    Bambus Zahnbürsten haben wir auch aber ich komme gar nicht klar. Sie sind zu kratzig auch die weichen und der Holzgeschmack im Mund löst bei mir ein unsauberen Gefühl aus.

    • Lena sagt:

      Liebe Annett, von Xylitol habe ich jetzt auch schon einige Male gelesen. Das sollte ich wohl tatsächlich mal ausprobieren. Dein Zahnarzt ist mit dem Ergebnis also auch zufrieden?

  2. Sabrina sagt:

    Ich benutze auch selbst gemachte Zahncreme und finde sie toll! Allerdings habe ich festgestellt, dass Kurkuma die Zähne gelb färbt, wenn diese Schäden am Zahnschmelz aufweisen. Daher lasse ich goldene Gewürz weg und tu noch etwas Nelkenpulver hinzu. 😉

  3. minoswatch sagt:

    Wenn schon Bambuszahnbürsten dann wenigstens ohne Plastik!
    Hydrophil hat Plastikborsten. Man soll den Kopf separat entsorgen! Es gibt bessere Alternativen!
    Aber sonst ist das eine super Idee um das lästige Plastik los zu werden 👍👍

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