“40 Tage ohne…” – Ideen für die Fastenzeit

Am 14. Februar startet die Fastenzeit, die 40 Tage bis zum 31. März geht. Traditionell fasten Menschen in dieser Zeit Alkohol, Süßigkeiten oder Fleisch. Inzwischen gibt es aber auch immer mehr Menschen, die auf andere Dinge verzichten und so versuchen ihr Leben nachhaltiger und bewusster zu gestalten. Ich persönlich finde die Idee sehr schön, mal ein paar Wochen ganz bewusst auf etwas zu verzichten. “Verzichten” ist ein Wort, das bei vielen negativ belastet ist und schnell mit Einschränkungen assoziiert wird. Ich finde jedoch, es kann auch sehr befreiend sein auf etwas zu verzichten. Seit Philipp und ich angefangen haben auf Müll zu verzichten, haben wir sehr viele neue Dinge kennen gelernt, haben gemerkt wie viel Spaß wir daran haben, Sachen selbst zu machen und unseren Alltag nach und nach umgestaltet. So eine Fastenzeit kann dafür ein schöner Einstige sein, so kann man einfach mal ein paar Wochen lang erproben, wie es sich anfühlt, das Leben etwas umweltfreundlicher zu gestalten.

Ich habe euch hier ein paar Ideen zum nachhaltigen Fasten aufgelistet. Dabei gibt es zu vielen Themen Initiativen, die einen die sieben Wochen begleiten und immer wieder motivieren durchzuhalten. Wer Lust hat seine Erfahrungen zu teilen, kann sich auch gerne an uns wenden – wir veröffentlichen gerne einen Erfahrungsbericht über nachhaltiges Fasten.

Plastikfasten

Verpackungen, Getränkeflaschen, Einkaufstüten  – Plastik ist fast nicht mehr wegzudenken aus unserem Alltag. Sogar in unseren Kosmetikprodukten ist es in Form von Mikroplastik zu finden. Vor allem wir Deutsche verbrauchen unglaublich viel Plastik im Jahr. Mit 12,6 Mio Tonnen verbrauchen wir mehr Plastik als jedes andere Land in Europa! Der BUND ruft deshalb zum Plastikfasten auf. Unter #Plastikfasten kann man dabei seine Erfahrungen in den sozialen Medien austauschen. Auf unserem Blog findet ihr jede Menge Tipps, wie ihr Plastik beim Einkaufen vermeiden könnt.

Autofasten

Es ist allgemein bekannt, dass Auto fahren unser Klima stark belastet. Von 1990 bis 2004 stiegen die Emissionen aus dem Verkehr der Industriestaaten um 23,9 Prozent. Damit ist der Verkehr ein entscheidender Faktor des Klimawandels. Autofasten ist eine Initiative, die dazu aufruft das Auto während der Fastenzeit regelmäßig stehen zu lassen und stattdessen durch Radfahren, Bus und Bahn oder zumindest durch Fahrgemeinschaften zu ersetzen. Mit einem CO2-Rechner des Umweltamtes, kann man die eigene CO2 Produktion durch die Mobilität berechnen und sieht damit, wie viel CO2 man durch das Autofasten in 40 Tagen sparen kann.

Fleischfasten

Ich habe in meinem Artikel über Fleischkonsum schon ausführlich darüber berichtet welchen Einfluss dieser auf die Umwelt, aber auch auf die soziale Gerechtigkeit hat. Und eben weil unsere Ernährung und dort vor allem auch unser Fleischkonsum so entscheidend für unsere Umwelt und unsere Klima sind, darf das traditionelle Fleischfasten in dieser Aufzählung natürlich nicht fehlen. Es gibt auch eine Initiative Fleischfasten, die zu mehr globaler Gerechtigkeit und zum Umweltschutz beitragen möchte. Wer möchte, kann sich von dieser Initiative über einen Newsletter mit Veranstaltungstipps, vegetarischen Rezepten, spirituellen Impulsen etc. begleiten lassen.

Klimafasten

Statt auf Schokolade zu verzichten, rufen einige Landes­kirchen dazu auf, klimabewusster zu leben. Die Initiative Klimafasten ist etwas für alle, die den Nachhaltigkeitsgedanken mit dem theologischen Gedanken des Fastens vereinen wollen.  Unter dem Motto “So viel du brauchst…” werden jede Woche Anregungen gegeben, den eigenen Alltag klimafreundlicher zu gestalten.

Und auch der BUND ruft zum gemeinsamen Klimafasten auf, um  ein paar Wochen einen klimafreundlichen Lebensstil zu erproben.

Konsumfasten

Konsumfasten finde ich auch eine gute Idee, habe jedoch leider keinen passenden Blog, etc. dazu gefunden. Die Idee ist nicht komplett auf Konsum zu verzichten, sondern ganz bewusst zu konsumieren. Das heißt sich bei jedem Teil das man kauft ganz genau zu überlegen, ob man das wirklich braucht. Auch zum Beispiel auf Interneteinkäufe zu verzichten, die die Umwelt durch den Transport zusätzlich belastet. Beim Konsumfasten tut man dabei nicht nur der Umwelt etwas gutes, sondern auch dem eigenen Geldbeutel.

Müllfasten

Rund 213 Kilo Verpackungsmüll verursacht ein Mensch in Deutschland pro Jahr und nach wie vor steigen diese Zahlen. Das liegt zum einen am Boom des Internet-Versandhandels, doch nach wir vor sind die Abfälle von Lebensmitteln, wie Verpackungen oder to-go-Becher maßgeblich daran beteiligt.  Mit unserem Blog versuchen wir Leute zu inspirieren weniger Müll zu produzieren. Schaut euch gerne einmal bei unseren Artikeln um. Wie wäre es zum Beispiel jede Woche eine Sache durch einen müllfreie Alternative zu ersetzen? Zum Beispiel Kokosöl, statt Abschminköl in der Plastikflasche, eine plastikfreie Trinkflasche, Seifenshampoo, selbtsgebackenes Brot oder selbstgemachter Aufstrich?

Habt ihr euch auch schon überlegt zu fasten? Und wenn ja was? Ich bin sehr gespannt auf eure Erfahrungen und Ideen!

Viele Grüße
Lena

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Lena

lena@einfachleben.blog

3 Gedanken zu „“40 Tage ohne…” – Ideen für die Fastenzeit

  1. Natalie sagt:

    Huhu,
    das ist wieder ein sehr schöner Artikel!
    Ich persönlich will für ein komplettes Jahr (nicht nur in der Fastenzeit) auf neue Kleidung verzichten – für mich und meine beiden Jungs. Leider bringt es jetzt bereits schon die ersten Hürden mit sich. Diskussionen mit der Schwiegermutter inklusive. Aber hey – muss nicht jeder verstehen, dass ich Batterien in Kindergummistiefeln für schwachsinnig halte. Und die beiden secondhand-Geschäfte hier in der Gegend haben leider überraschenderweise und plötzlich beide geschlossen. Was jetzt? Ich werde mir was einfallen lassen müssen für die beiden.
    Ich schicke euch viele Grüße,
    Natalie

    • Lena sagt:

      Hallo Natalie,
      Vielen Dank. 🙂 Da hast du dir wirklich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. Super! Ich hoffe, dass du das Jahr auch ohne die beiden Secondhand-Läden schaffst. Hin und wieder ist man ja auch in anderen Städten mit Secondhand-Läden unterwegs, dann könnt ihr solche Ausflüge ja vielleicht zum Klamotten kaufen nutzen. Euch auf alle Fälle viel Erfolg! Wenn du Lust hast, kannst du gerne mal ein Update geben wie euer Jahr so läuft.
      Viele Grüße
      Lena

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