Serie: Natürlich schön – Zahnpasta und Bambuszahnbürste

In unserem heutigen Artikel geht es um das Thema Zahnpflege. Wir versuchen ja unseren Haushalt möglichst müllfrei zu gestalten und viel Gekauftes durch Selbstgemachtes zu ersetzen, mit dem Ziel Müll, Plastik bzw. Mikroplastik, aber auch unnötige Chemie zu vermeiden. Das klappt teilweise super, wie beispielsweise bei selbstgemachten Peelings, aber manchmal ist es auch etwas komplizierter. Zahnpasta selbst zu machen ist dagegen wieder super einfach und auch zur Plastikzahnbürste gibt es inzwischen eine Alternative.

Hier kannst du noch mehr darüber lesen, was nachhaltiger ist

Deshalb möchten wir dir heute gerne Bambuszahnbürsten vorstellen und zum anderen zeigen, wie man Zahnpasta selbst machen kann. Beides hilft einem, im Bad Plastik zu vermeiden. Doch zuvor noch ein paar Worte zur selbstgemachten Zahnpasta. Zwar kann man diese super leicht selbst machen, allerdings enthält unsere selbstgemachte Zahnpasta kein Fluorid. Seit einiger Zeit gibt es Diskussionen um Fluorid. So schützt es einerseits die Zähne vor Karies, kann in großen Mengen jedoch giftig wirken und den Zahnschmelz zerstören. Deshalb bieten inzwischen immer mehr Hersteller Zahnpasta ohne Fluorid an. Wenn du die Diskussion gerne verfolgen möchtest findest du hier einen Artikel, der sich gegen Fluorid ausspricht und hier einen Artikel der sich für Fluorid ausspricht.

Zahnpasta

Du musst selbst entscheiden, ob dir Fluorid wichtig ist oder nicht. Dennoch würden wir gerne erklären, wie man Zahnpasta selbst machen kann – für alle, die sich dafür entscheiden, diese zu nutzen. Denn wie man Zahnpasta selbst macht, ist super schnell erklärt, alles was man dazu braucht sind:

  • 2 TL Kokosöl
  • 1 TL feines Natronpulver
  • 0,5 TL Kurkuma
  • ein paar Tropfen Pfefferminzöl (optional für den besseren Geschmack)

Und so geht’s:

Man füllt 2 TL Kokosöl in ein kleines Gefäß (mit Deckel) und stellt es auf die Heizung oder in die Sonne, bis das Kokosöl warm und flüssig wird. Anschließend mischt man 1TL Natron dazu und ein paar Tropfen Pfefferminzöl (lieber weniger zu Beginn, das Pfefferminzöl schmeckt heftiger als erwartet), das sorgt für das Frischegefühl – alles gut verrühren und fertig. Am besten benutzt du einen kleinen Löffel, um die Zahnpasta auf die Zahnbürste zu machen – das finde in wir persönlich hygienischer, als immer mit der Zahnbürste in das Gefäß zu gehen. Das Kokosöl wirkt dabei antibakteriell und sorgt für den Reinigungs-Kick beim Schrubben. Das Natron besitzt alkalische Eigenschaften, schafft einen angenehmen pH-Wert im Mund und kann Säure neutralisieren. Kurkuma besitzt antioxidative Eigenschaften (zellschützend),  wirkt entzündungshemmend, entgiftend und ist auch antibakteriell. Außerdem sorgen Natron und Kurkuma für schön weiße Zähne.

Bambuszahnbürste

Nun zur biologisch abbaubaren Bambuszahnbürste. Mit einer Bambus-Zahnbürste kann man auch ein wenig zur Plastikvermeidung beitragen. Bambus vereint mehrere Vorteile in sich: er wächst sehr schnell nach und kommt aufgrund seiner antibakteriellen Eigenschaften beim Anbau ohne Pestizide und Dünger aus. Außerdem bindet er während seines Wachstums deutlich mehr CO2 als Bäume, was sich zusätzlich positiv auf das natürliche Ökosystem auswirkt. Der Nachteil: das Bambus für die Zahnbürsten wird meist in Asien, in jedem Fall nicht in Europa angebaut, hat daher einen weiten Weg hinter sich. Die Borsten der meisten Bambuszahnbürsten sind aus Nylon, weshalb dieser Teil der Bürste nicht biologisch abbaubar ist und im Restmüll entsorgt werden muss. Bambuszahnbürsten findest du in der Drogerie oder auch in online-Shops wie Bambuswald*.

Als Alternative zu Bambus gibt es inzwischen euch eine Holzzahnbürste mit Holz aus FSC-zertifizierten Wäldern in der Schweiz. Wichtig ist nur, dass du die Bambus-/Holzzahnbürste offen und trocken lagerst (nicht im nassen Zahnputzbecher), dann halten sie auch in etwa so lange wie eine normale Plastikzahnbürste. Die Bambuszahnbürsten werden inzwischen von einigen verschiedenen Marken angeboten. Wir haben unsere im Unverpacktladen gekauft, man kann sie jedoch auch einfach im Internet bestellen. Mein Fazit: Die Bambuszahnbürste fühlt sich gut an – doch verzichte ich ungern auf meine elektronische Zahnbürste. Daher fungiert meine Bambuszahnbürste bisher nur als Reisezahnbürste. Philipp nutzt allerdings täglich eine Holzzahnbürste.

Wie schon gesagt muss jeder selbst entscheiden, ob man auf diese Produkte umsteigen will. Wir haben einige Zeit die selbstgemachte Zahnpasta genutzt, sind uns jedoch unsicher wegen des Fluorids und benutzen daher aktuell auch wieder gekaufte. Als Alternative gibt es auch noch Zahncreme, die man auch in Unverpacktläden bekommt. Das wäre vielleicht nochmal eine müllfreie Alternative zur herkömmlichen Zahnpasta. Jedoch haben wir da noch keine Erfahrung, vielleicht kommt zu diesen Optionen ja bald noch eine Ergänzung 😉 Hast du schon Erfahrungen mit selbstgemachter Zahnpasta gemacht? Oder mit den genannten festen Zahncremes?

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Transparenzhinweis: In einer ursprünglichen Version des Artikels haben wir geschrieben, dass die Zahnbürste zu 100% biologisch abbaubar ist. Das ist nicht der Fall, da die Borsten aus Nylon bestehen. Vielen Dank für den Hinweis einer Leserin!

5 Gedanken zu „Serie: Natürlich schön – Zahnpasta und Bambuszahnbürste“

  1. Ich putze meine Zähne abends mit reinem Xylitol. Gibt es mittlerweile auch bei dm zu kaufen. Ist gewöhnungsbedürftig süß zu putzen mit praktisch der eigenen Spucke aber es hat meine Zeiten und Kosten bei der professionellen Zahnreinigung halbiert. Einfach einen halben Teelöffel Xylitol im Mund auflösen lassen und dann putzen. Die Zähne sind hinterher glatter und werden weißer. Xylitol nehme ich auch nach Mahlzeiten 3x am Tag einen halben TL. Man kann es nach 3 Minuten im Mund ausspucken oder runterschlucken.
    Bambus Zahnbürsten haben wir auch aber ich komme gar nicht klar. Sie sind zu kratzig auch die weichen und der Holzgeschmack im Mund löst bei mir ein unsauberen Gefühl aus.

    1. Liebe Annett, von Xylitol habe ich jetzt auch schon einige Male gelesen. Das sollte ich wohl tatsächlich mal ausprobieren. Dein Zahnarzt ist mit dem Ergebnis also auch zufrieden?

  2. Ich benutze auch selbst gemachte Zahncreme und finde sie toll! Allerdings habe ich festgestellt, dass Kurkuma die Zähne gelb färbt, wenn diese Schäden am Zahnschmelz aufweisen. Daher lasse ich goldene Gewürz weg und tu noch etwas Nelkenpulver hinzu. 😉

  3. Wenn schon Bambuszahnbürsten dann wenigstens ohne Plastik!
    Hydrophil hat Plastikborsten. Man soll den Kopf separat entsorgen! Es gibt bessere Alternativen!
    Aber sonst ist das eine super Idee um das lästige Plastik los zu werden 👍👍

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